Drohne kaufen

Für viele stellt sich die Frage: Welche Drohne kaufen?

Dazu muss man sich verschiedene Fragen stellen:

  • Wofür benötige ich die Drohne?
  • Was will ich ausgeben?
  • Soll die Drohne eine Kamera besitzen (Drohne mit Kamera)?
  • Benötige ich ein Komplettpaket? Also auch Fernsteuerung, Akkus, Ladegerät?
  • Will ich die Drohne oft transportieren? Soll die also möglichst kompakt oder zerlegbar sein?
  • Gibt es weitere besondere Ansprüche? Z.B. FPV-Tauglichkeit etc?
  • Was ist mir wichtig? Lande Flugzeit? Geringes Gewicht? Gute Bilder? Einfache Bedienung?
  • Will ich Indoor oder Outdoor fliegen? Oder beides?

Dazu gibt es folgenden interessanten Artikel im Netz: Drohne kaufen

drohne-kaufen

Sicherlich haben sich bisher schon einige Modelle durchgesetzt und bewährt. Z.B. die Dji Phantom 2 VISION+ von Dji Innovations oder auch die Dji Inspire 1 im hohen Preissegment bei dem Kamera-Drohnen.

Urgestein ist der Hersteller Parrot, der mit seiner AR.Drone 2.0 den Mart vor vielen Jahren eroberte. Aktuell heißt das neueste Modell von Parrot „Bebop Drone“. Diese bewegen sich aber an der Grenze zum Segment „Spielzeug-Drohnen“.

Man sollte ausführliche Testberichte und Vergleiche lesen vor dem Kauf – und Kaufempfehlungen beachten.

 

Dji Phantom 2 VISION – der neue Quadrocopter

Dji Phantom VISIONDji hat kürzlich einen neuen Clou gelandet. Ein neuer Quadrocopter ist auf dem Markt mit dem Namen Dji Phantom 2 VISION. Dieser ist kein direkter Nachfolger der Dji Phantom, sondern vielmehr eine neue zweite Produktlinie.

Denn anders als beim Dji Phantom steht hier nicht der Bastler und Techniker im Mittelpunkt, sondern der Hobby-Flieger. Der Dji Phantom 2 VISION ist ein komplettpaket für jedermann. Am Quadrocopter ist direkt eine Kamera integriert (FC200) und an einem einfachen Gimbal-System montiert. Sowohl Fotos als auch Videos in HD Qualität sind damit kein Problem.

Weiterlesen

OSD / iOSD mini von Dji Innovations

Für die Naza-M V1, V2 und Naza-M Lite gibt es von Dji Innovations nun ein neues eigenes OSD – das sogenannte mini iOSD – ähnlich dem bereits bekannten iOSD Mark II.

OSD bedeutet On Screen Display und ermöglicht die Einspielung von Informationen in ein Live-Bild. Dies ist besonders für den FPV-Flug (FirstPersonView) sehr interessant. So können nun Quadrocopter-Piloten oder Multicopter-Besitzer (z.B. Dji Phantom oder Dji FlameWheel F450 und F550) dieses iOSD mini in ihrem Copter verbauen.

Hier findet ihr eine Anleitung iOSD mini für den Einbau und die Installation sowie eine Auflistung der einzelnen Funktionen.

iOSD mini von Dji Innovations

Interessant dabei ist, daß der Pilot dadurch wichtige Flugdaten wie Geschwindigkeit, Akkuspannung, Neigung, Höhe und viele andere Daten direkt im Blickfeld hat.

Die Installation ist extrem einfach, daß das iOSD mini von Dji anderes wie andere Dritthersteller OSDs nicht etwa zusätzliche Sensoren und GPS Empfänger für die Ermittlung dieser Daten benötig. Denn die Daten werden per Can-BUS direkt aus der zentralen Steuereinheit, dem Naza-M, ausgelesen und entsprechend aufbereitet.

Eine optimale Ergänzug für jeden FPV Piloten!

Besonders spannens ist hier noch, daß das iOSD mini Ihnen sogar die Home-Position im Bild anzeigt – sie sehen also jederzeit, in welche Richtung sie fliegen müssen, um zum Startpunkt zurückzufinden!

iOSD mini von Dji Innovation.

Aufstiegserlaubnis und Haftpflicherversicherung für UAVs

UAVs (also unbemannte Flugobjekte wie Drohnen, Quadrocopter, Helikopter, Modellflugzeuge) müssen in Deutschland immer Haftpflichtversichert sein. Per Gesetz.

Dabei ist es unabhängig, ob die UAVs privat als Hobby oder gewerblich genutzt werden. Und diese Leistung ist in den normalen Versicherungen (private Haftpflicht) in der Regel nicht enthalten. Man muss diese also unbedingt zusätzlich abschließen.

Infos dazu finden sie hier: Infos zur UAV Haftpflichtversicherung

Darüber hinaus benötigt man für die gewerbliche Nutzung (z.B. Luftaufnahmen) eine Aufstiegserlaubnis vom jeweiligen Bundesland und unter mständen von der jeweiligen Gemeinde. Oder wenn das Aufstiegsgewicht eine bestimmte Masse überschreibtet.

Infos dazu hier: Infos zur Aufstiegserlaubnis (AE)

Diese Informationen sollten unbedingt beachtet werden. Einige Flugverbände für Modellflieger bieten hier auch rundum-Pakete an, die aber in der Regel dann nur auf den Flugplatzen der Verbände gelten und nicht für das freie Fliegen auf beliebigen Geländen.

Linsenkorrektur goPro Hero 3 (Fischauge / Fisheye lense correction)

Die goPro Hero3 (Black Edition) ist eine hervorragende Action Kamera. Als solche ist diese Kamera natürlich auf einen breiten Blickwinkel ausgelegt (Weitwinkellinse), um möglichst viel Geschehen mit der kleinen Linse zu erfassen. Nachteil: die Bilder und Videos haben den bekannten Fischaugen-Effekt (Konvexverzerrung), da eine Fischaugenlinse (Fisheye Lense) zum Einsatz kommt. Das Bild wirkt etwas verzerrt / unnatürlich und ist um den mittleren Fokus herum „gekrümmt“. Beispiel:

Trotz allem ist es möglich, ein solches Bild auch im Nachhinein bei der Nachbearbeitung wieder zu entzerren.Beispiel:

Fischaugenkorrektor goPro-Hero3 Black Edition

 

Nach langen Rechergen haben wir das folgende Verfahren für das beste und einfachste befunden. Im Programm Lightroom (hier die Version 4) von Adobe gibt es rechts weiter unten im Menü den Punkt „Objektivkorrekturen“. Dort muss man die Option „Profilkorrekturen“ aktivieren. Die beste Objektivauswahl zur korrektur der goPro Hero3 Fischaugenlinse ist das Objektiv der Marke „Sigma“ mit dem Namen „Sigma DC 4.5mm f/2.8 HSM“:

Fischaugen-Korrektur goPro Hero 3 mit Lightroom 4

 

Zusätzlich kann man noch den Wert „Verzerrung“ nach oben korregieren (bis ca. auf den Wert 195). Dadurch erhält man eine nahezu vollständige Begradigung. In den Randbereichen (dort wo vorher die Krümmung am schlimmsten war) kommt es dann allerdings zu entgegengesetzten Verkrümmungen – sodaß beispielsweise Hauswände etc nach außen laufen. Hat man jedoch Fotos mit wenigen oder nur keinen Details im Randbereich, so kann man selbst diese extreme Entzerrung bzw. Begradigung sehr gut nutzen, ohne das dies auffällt:

Fischaugenkorrektor goPro-Hero3 Black Edition

Der Fischaugeneffekt der Fischlinse verschwindet so nahezu völlig..

 

Test: Graupner E-Prop oder Coptercity Carbonprop 8″ Propeller auf DJI Phantom

Die Auswahl der Luftschrauben / Propeller / Props für die Dji Phantom ist ein oft diskutiertes Thema. Die original Dji Phantom Propeller seien angeblich zu weich und führen daher zum gefürchteten Jello Effekt (wabbeliges Bild bei Videoaufnahmen).

Coptercity Carboprops

Coptercity Carbon Popeller Carbonprop mit Dji Bohrung und Graupner E-Prop Form

Wir haben daher einmal die hochgelobten Graupner E-Prop 8″ (8×5)  Propeller gestestet (diese passen wegen der Rundbohrung und dem flachen Flansch erst einmal nicht ohne weiteres auf die Dji Phantom. Teilweise ist ein Aufbohren der Propeller nötig und das Unterlegen einer Fächerscheibe). Außerdem haben wir die Coptercity Carbon Popeller Carbonprop mit Dji Bohrung getestet. Diese gibt es interessanterweise „ab Werk“ mit einer DJI Phantom passenden Bohrung mit abgeflachten Seitenflanken in der Bohrung – die dann 100% auf den DJI Motor passen. Die Blattform entspricht relativ genau den Graupner e-Props.

IMG_1533

Nachträgliche Auswuchtung mittels Propeller-Wuchtgerät

Die werksseitige Auswuchtung ließ bei beiden noch zu wünschen übrig – eine Auswuchtung mittels Propeller-Wuchtgerät war bei beiden Produkten nötig.

 

 

 

 

 

Coptercity Carbon Propeller

Vergleich Copteryity Carbon Propeller vs. Dji Phantom original Luftschrauben

Das Resultat bei beiden Produkten an der DJI Phantom war jedoch dramatisch! Die Propeller sind beide viel zu klein und die Blattform hat eine viel zu geringe Auftriebsfläche. Die DJI Phantom hebt damit kaum ab – in der Mittelstellung des Schubhebels sinkt die Phantom extrem schnell zu Boden. Der Quadrocopter ist kaum noch steuerbar.. selbst eine Anpassung der Gain-Werte helfen nicht – auch nicht bei schon extremen Wertanpassungen.

Fazit: absolut nicht empfehlenswert – zumindest nicht in der 8″ Version. Die Graupner Bauform ist einfach viel zu schlank. Eventuell funktionieren 8″ Carbonpropeller besser, die in der original Dji Phantom Propeller-Bauform gestaltet sind. Dies konnten wir aber bislang noch nicht testen..

weitere Propeller-Tests und Fragen / Antworten: hier

 

Empfehlung Monitor FPV (Dji Phantom – Fatshark Dominator)

Oft werden wir gefragt, welcher Monitor am besten für den FPV Flug (First Person View) geeignet ist. Nun – es gibt keine perfekte Antwort.. aber die speziell als FPV Monitore / Bildschirme angebotenen Produkte sind meist überteuert und in der Regel auch nur ganz normale KFZ / Auto Monitore. Wir selbst haben daher ebenfalls einfach einen guten und günstigen KFZ Monitor gewählt. Vorteil: hohe Leuchtkraft, Betrieb mit 12V Gleichstrom, geringe Kosten und kein BlueScreen bei schlechter Verbindung. Hier ersteinmal der Link zu dem 7″ TFT Monitor auf Amazon, den wir benutzen:

Der Monitor läßt sich dadurch sowohl an einem Netzteil als auch mit einem LiPo Akku (z.B. dem Standard Dji Phantom Akku) betreiben.. somit ist man flexibel für unterwegs und kann den Monitor daheim auch mit Netzteil nutzen.. wer eine Fatshark Dominator Videobrille hat, benötigt für den Monitor keinen zusätzlichen Empfänger. Mit Hilfe des mitgelieferten Kabels kann man den Monitor direkt an der Brille mit dem integrierten Empfänger parallel betreiben.

Das bringt uns auch gleich zum nächsten Punkt: am besten gleich ein günstiges 12V Netzteil bei Amazon mit bestellen:

Da am Monitor die Spannungskabel ohne Stecker / Buchsen sind, und wir das ganze aber schön flexibel an unser Netzteil und / oder unsere Fatshark Dominator Videobrille anschließen wollen, benötigen wir noch eine Buchse und einen Stecker DC 2,1mm – am einfachsten ein Kabel bestellen und dann auseinanderschneiden. Vom folgenden Kabel sollte man 2 Stück bestellen, da die US-Buchseln nicht den gleichen Durchmesser haben wir das oben genannte Netzteil. Indem man ein solches zusätzliches Kabel noch daziwschen steckt, kann man diese Passungenauigkeit überbrücken:

Somit können wir sowohl den Monitor als auch die Fatshark Brille auf einmal (mittels des bei der Fatshark mitgeliefertem Y-Kabels) mit Strom versorgen – über ein Netzteil oder eine LiPo Batterie. Für den Anschluss an den Akku benötigt ihr noch eine XT-60 Buchse.. diese einfach einzeln bestellen hier:

Bei der Fatshark ist ja ein 2,1mm DC Stecker dabei, den ihr dann an diese XT-60 Buchse löten könnt.

Hier ein Foto des Gesamtaufbaus:

FPV Monitor Aufbau / Verbindung

FPV Monitor Aufbau / Verbindung

 

Fragen und Details dazu hier im Forum:

https://www.drohnen-forum.de/index.php/Thread/3-Empfehlung-Monitor-für-FPV-mit-Fatshark/

OSD mit Fatshark (Dominator) FPV an der Dji Phantom

OSD bedeutet On Screen Display und ist die Überlagerung des eigenetlichen Videobildes mit zusätzlichen InformOSD FPV Dji Phantomationen. Ihr kennt das wohl am häufigsten von eurem heimischen Fernseher. Wenn ihr die Programmübersicht aufruft oder das EPG, dann seht ihr die aufgerufe Information über das Fernsehbild geblendet – oder schon allein beim Wechseln der Programme seht ihr meist dann kurz ein paar Sekunden, auf welchen Kanal ihr gewechselt habt. Das ist keine Information, die vom Sendeprogramm / Film selbst kommt, sondern eine Einblendung eures Receivers über das bestehende Videobild.

Die gleiche Technik können wir beim FPV (First Person View)-Flug nutzen, um wichtige Fluginformationen im Bild zu haben.. das Angebot reicht von einfachen aber wichtigen Infos (Flugzeit und/oder Batteriestatus (Voltanzeige)) bis hin zur Darstellung aufwendiger Flugdaten (GPS Position, Flugdate / Neigungen des Quadrokopters, Geschwindigkeit, Entfernung, Höhe, Drehzahl der Rotoren,..)

Ich persönlich habe mich im ersten Schritt für eine der einfachsten und günstigsten Lösungen entschieden – die aber die wichtigsten Informationen abdeckt:

  • Flugzeit
  • Akkustatud (=Votanzeige / Batteriespannung)

Das Modul dazu nennt sich „E-OSD“ oder „Super Simple Mini OSD“ von HobbyKing.com

Eine gesonderte Anleitung für die Installation am Phantom zusammen mit den Dji Zenmuse Gimbal (H3 2D) findet ihr hier.

Eigentlich hat das Modul nur 2 Anschlüsse (mit jeweils 2 PINs): einmal der Batterieanschluss (Power / Ground) – dieser versorgt das Modul gleichzeitig mit Strom und wird auch verwendet, um die Batteriespannung zu messen. Und dann noch der Video-Anschluss (Video / Ground) – dieser wird nicht durchgeschleift, sondern NACH der Kamera (GoPro Hero 3 oder andere) und VOR dem Video Transmitter (hier Fatshark / Immersion RC) einfach parallel in die Videoleitung gelötet (quasi eine Y-Abzweigung). Darüber speist das Modul dann die Overlay-Anzeige der Infos ein. Ich habe das Modul aktuell noch direkt hinter dem Gimbal und vor meinem FPV Fatshark / Immersion RC Transmitter verbaut – einfach mit Klettband. Später nach dem Umbau auf den Dji Zenmuse 2D Gimbal werde ich das Modul noch in die Dji Phantom Innereien verlegen.

Genial: mit dem kleinen Taster auf dem Modul kann man noch Einstellungen vornehmen – zum einen die Voltanzeige genau auf den eigenen Akku kalibrieren (eigOSD DJI Phantom Fatshark Dominator FPVentlich nicht nötig) – zum anderen aber die Anzeigeposition der Infos ändern. Dazu stehen viele verschiedene vordefinierte Positionen zur Verfügung – Option 18 ist optimal für die GoPro 3 – da dort dann die eingeblendeten Informationen (Volt und Flugzeit) nicht die GoPro eigenen OSD Infos überdecken (GoPro Akku-Status – Aufnahmedauer, WiFi Status etc etc). Die neuen Infos werden links unten und unten mittig eingeblendet – es sieht fast aus, als käme das von der GoPro selbst.. optimal.

Nun muss man selbst nur herausfinden, bei welchem Zeitpunkt und welcher LiPo-Akku-Spannung man am besten umkehrt oder zur Landung ansetzt.
In der Voreinstellung der Phantom startet ab / unter 10,9V der Failover Status 1 (rote LED blinkt) und ab unter 10,8V der Failover Status 2 (die Dji Phantom fängt an zu sinken).

Nimmt man nun die volle Akkuspannung nach dem Start (oft ca. 12,5V) und zieht die Spannung ab, bei der man spätestens wieder gelandet sein will (10,9V):

12,5V – 10,8V = 1,7V

..so hat man die Spannungsdifferenz, die man quasi „verfliegen“ kann. Geht man nun nicht OSD FPV Dji Phantom von einem Rundflug sondern einem HIn- und Rückflug aus und davon, daß der Rückweg und Hinweg gleich sind, so hat man von den 1,7V dann 0,85V für Hinflug und 0,85V für Rückflug (1,7 : 2).
Von der vollen Akku ausgehend (12,5V) sollte man also spätestens dann umkehren, wenn die Anzeige auf unter 11,65V gesunken ist (12,5V – 0,85V). So kann man sich selbst seinen „Point of Return“ errechnen. Natürlich ist dabei etwaiger Gegenwind etc nicht mit eingerechnet und auch noch kein Puffer – das muss jeder für sich selbst austesten und Stück für Stück sich dem eigenen „point of no return“ nähern. Da man oft auf dem Hinflug auch steigen muss und auf dem Rückflug wieder sinken kann, habe ich für mich persönlich (ohne Gegenwind) einen „Point of no Return“ von 11,45 V gewählt, an dem ich mich orientiere..
Die Voltanzeige gibt definitiv ein viel besseres Indiz für den Status im Vergleich zur Flugzeit selbst – und man hat die Infos beim FPV-Flug immer direkt vor Auge.

Eine Übersicht meiner Reichweitentests findet ihr hier.

Fragen stellen zu dem Thema könnt ihr hier im Drohnen-Forum.

 

 

 

 

Optimierung der Reichweite FPV – optimale Befestigung der Antenne – Fatshark / Immersion RC Transmitter an DJI Phantom

Nach meiner Anleitung zum FPV Setup an der Dji Phantom mit der Fatshark Dominator hier noch ein Nachtrag zur Optimierung der Rechweite durch die Optimierung der Antennenposition.

Montage Fatshar / Immersion / SpiroNetZu empfehlen ist in jedem Falle eine SpiroNet Antenne anstatt der mitgelieferten Stabantenne – da diese ein viel homogeneres (gleichmäßigeres) Empfangs- und Sendefeld hat – es ist also nicht wie bei einer Stabantenne auf eine Keule reduziert – sondern ist vielmehr halbkugelförmig. Wichtig zu verstehen für das Anbringen der Antenne ist, wie die Halbkugel der SpiroNet ausgerichtet ist. Die Abdeckung der Spironet hat ja selbst quasi die Form einer Halbkugel (oben nicht ganz rund – aber fast). So ist auch der Wirkungsbereich ausgerichtet.. in die Richtung oder auf der Hälfte, aus der das Kabel aus der Halbkugel kommt (quasi Rückseite der kleinen Halbkugel), ist fast keine Wirkung mehr. Da wir mit der Phantom aber in der Regel über / vor uns fliegen macht es also Sinn, die Halbkugel der Transmitter (Tx) Spironet gerade nach unten zu richten. Dadurch decken wir alles um und unter der DJI Phantom ab! Die Receiver (Rx) SpiroNet (an der Brille) hingegen sollte mit der Halbkugel gerade nach oben zeigen.

Bleibt noch ein Problem bei der Montage an der Phantom: Das Kabel der Antenne (eher ein Draht) ist recht kurz (und sollte auch nicht verlängert werden – da man sonst den Widerstand der Antenne verfälscht und die Antenne schwächt). Den Receiver direkt am Unterboden montiert, würde die SpiroNet Antenne noch zwischen dem Landegestell hängen. Soweit, so gut.. allerdings hängt dort auch unsere GoPro. Beim „Wegflug“ würde das toll funktionieren – beim Rückflug würde die Kamera aber die Antenne genau verdecken – die Funkwellen also abschatten – bei größerer Entfernung wäre das Bild also sofort weg.
Hier ein Beispielbild der herkömmlichen „schlechten“ Montage:
FPV Setup Phantom - Fatshark Dominator + GoPro Hero3

Was also tun? Da wir die Antenne nicht verlängern können, müssen wir also den ganzen Receiver entsprechen weiter weg positioniert montieren..
Wir nehmen ein einfaches Blech- / Montageband oder ähnliches und schneiden uns ca. 8-10cm davon ab:

Montage Fatshar / Immersion / SpiroNet

Mittig machen wir einen leichten aber sauberen Knick:Montage Fatshar / Immersion / SpiroNet

Wir benötigen dann noch Klettband (einmal Klett und einmal das Gegenstück – also dieses weiche Filzband, auf dem der Klett dann hält – gibt es im Baumarkt zusammen in einer Packung von Tesa). Auf die eine Hälfte kleben wir das Filz / Flies (hier weiß). Um die Haltbarkeit zu erhöhen, kleben wir genau auf die Rückseite des Blechbandes nochmal ein gleiches Stück:

Montage Fatshar / Immersion / SpiroNet

Auf die andere Hälfte des Blechbandes kleben wir das Klett (hier schwarz) – ebenfalls auf der Rückseite verstärkt durch ein gleiches Stück.

Montage Fatshar / Immersion / SpiroNet

Die Dji Phantom und den Transmitter haben wir schon vorher wie hier beschrieben auf die herkömmliche Weise mit Klettband präpariert. Nun können wir diesen Winkel an die Unterseite der Phantom kletten:

Montage Fatshar / Immersion / SpiroNet

Und an den Winkel dann von unten des Transmitter ebenfalls an-kletten:

Montage Fatshar / Immersion / SpiroNet

Die SpiroNet Antenne biegen wir dann vorsichtig und leicht genau so, daß diese quasi bei einem auf dem Boden stehenden Phantom kurz über dem Boden schwebt und genau nach unten zeigt:

 

Montage Fatshar / Immersion / SpiroNet

Somit sollte die Antenne quasi nie großartig verdeckt werden und als Halbkugel nach unten und in alle Richtungen seitlich abstrahlen können.

Was ihr evtl bemekt: auf dem Rückflug (Phantom fliegt auf einen zu) und gleichzeitig schnellem Vorwärtsflug wird die Verbindung schlechter / bricht bei großer Entfernung ab. Dann keine Panik – einfach langsamer fliegen oder den Phantom etwas seidlich drehen. Die Ursache: der Quadrokopter neigt sich natürlich im Vorwärtsflug vorn runter (also hinten hoch) und kippt damit auch die Antenne (Halbkugel). Durch die Neigung ist man dann quasi „über dem Tellerrand“ / über dem Rand der Halbkugel (oberhalb) – dort wo die Antenne quasi nicht wirkt..

Diskussionen zu dem Thema und weitere Tipps zur Verbesserung der Reichweite der Phantom findet ihr hier.

Um Eure Restreichweite auch für den Rückflug optimal einschätzen zu können, empfehle ich die Installation eines OSD Moduls.

Meine eigenen Reichweitentests mit dem Dji Phantom findet ihr hier.

Wichtig für eine gute Reichweite vor allem bei all dem zusätzlichen Equipment ist natürlich auch die Wahl der Batterie / des LiPo Akkus. Der original DJI Akku reicht in der Regel nicht. Zwar ist durch den vorgegebenen Akku-Schacht kaum der Verbau eines Akkus mit höherer Kapazität möglich (beschränkt auf 2200 mAh – wie auch der original Akku), aber man sollte bei der Akku Auswahl unbedingt auf die Kapazität achten! Die Kapazität (angegeben in C) gibt die Menge an elektrischer Ladung an, die die Batterie liefern kann. Der orignal DJI LiPo Akku hat eine Kapazität von 20C – das genügt in der Regel für den Betrieb des Quadrokopters – wird aber sehr eng, wenn man noch zusätzliches Euipment mit Strom versorgen muss. Hier ist eine Kapazität von 35 C zu empfehlen! Das stellt sicher, daß alle Komponenten auch gleichzeitig mit genügend Strom versorgt werden können und die Spannung bis zum Schluss halbwegs stabil bleibt. Die folgenden Akkus von FeelTronic verwenden wir:

Dji Phantom Tuning Akku (LiPo) von FeelTronic

Im OSD (Spannungsanzeige) konnten wir feststellen, daß der original DJI Phantom Akku schon quasi ab dem Start Probleme hat und die Spannung stark anfängt zu schwanken, wenn an der Phantom zu viele zusätzliche elektronische Komponenten verbaut wurden. Mit derartigen Akkus besteht besagtes Problem nicht mehr.. der Akku ist lediglich etwas dicker und länger, passt aber noch knapp in den DJI Schacht. Sollte einem dies zu knapp sein, kann man alternativ auch auf eine größere Batteriefach-Klappe (Battery Door Upgrade) zurückgreifen, die es im Zubehörmarkt für die Phantom gibt.

Maximale Reichweite Dji Phantom – FPV Fatshark Dominator – 25mW / 100mW / 250mW / 600mW

Beim First-Person-View Flight (FPV) ist die Reichweite immer ein großes Thema. Dabei wird diese in der Regel zuerst von der Reichweite der Videoübertragung (beim Dji Phantom eine nachgerüstete 5,8 GHz Übertragung) limitiert. Die 2,4 GHz Fernsteuerung der Phantom reicht in der Regel weiter. Ich will hier nach und nach einmal verschiedene Erfahrungen notieren und zusammentragen. Auch in Abhängigkeit der Sendeleistungen der Video-Transmitter (Fatshark / Immerson RC). Erhältlich sind 25mW, 100mW, 250mW und 600mW – wobei in Deutschland ohne Funklizenz nur 25mW erlaubt sind (mein FPV Dji Phantom / Fatshar Setup). Aktueller Rekord: 2,5 km im Test 4 (siehe unten)!

Mein aktuelles Aufstiegsgewicht inkl. Akku, GoPro Hero3 (Black Edition), Arris Gimbal und Fatshark Transmitter (SpiroNet Antenne) sowie mini-OSD Modul: 1130 Gramm

Gestriger Test mit 100mW Transmitter (Fatshark) und SpiroNet Antennen am Transmitter und Receiver:

Test 1

einmal 1,53km und einmal 1.52km – jeweils zuerst 500 Meter über eine Wiese und danach die restliche Strecke über einen hohen Wald. Je weiter man kommt, desto höher muss man gehen, damit der Wald die Sichtverbindung nicht verdeckt. Das Siganal war jeweils bis zum Ziel sehr gut – wurde dann aber rapide schlechter / Riss instantan ab. Das Ergebnis scheint relativ konstant..

Die Akkuladung hätte auch keinen wesentlich weiteren Flug mehr zugelassen..

Test 2

Heute anstehende Tests: 600mW Transmitter von Immerson RC:

Erzielte Reichweite: 1,54km – dort war die Verbindung noch halbwegs gut – ich bin dann aus Akku-Gründen umgekehrt. Es ließ sich aber schon deutlich erkennen: trotz 6-facher Sendeleistung ist die hinzugewonnene Entfernung sicherlich nur minimal – schätzungsweise maximal 1,2 fach – keinesfalls aber 6-fach. Trotzdem hat man im nahen bis mittleren Umfeld eine etwas bessere Abdeckung auch hinter Gebäuden / Ecken – wenn mal keine 100%ige Sichtverbindung besteht.

Test 3

Heute (17. August 2013) konnte bei guter Windstille eine Reichweite von 1,94 km erzielt werden (einfache Strecke) – also Luftlinie Entfernung: 1,94 – Flugstrecke über 3,88km gesamt. Das ganze sogar im Sommer und über ein großes Waldstück hinweg – daher vermute ich, daß im Winter (kein Laub auf den Bäumen) sogar Reichweiten von über 2 km möglich sein werden. Die Reichweite wurde (wie jedes mal) über GoogleMaps bestätigt / nachträglich abgesteckt.

Test 4

Heute (18. August 2013) wurde eine unglaubliche Reichweite von 2,5 km erreicht. Die Bildübertragung war noch OK – der Empfang langsam schwach. Allerdings hat bei diesem Versuch der Akku nicht mehr für den vollen Heimflug gereicht. Etwa auf der Hälfte des Rückfluges musste ich eine kontrollierte Landung durchführen und die Dji Phantom dann mit dem Auto wieder abholen. Trotzdem war dieser Versuch ein Erfolg, der hauptsächlich die mögliche Reichweite meines FPV Setups demonstrieren sollte..

Tipps zur Optimierung der Rechweite

Evtl werde ich zu weiteren Testflügen auch die entsprechenden Videos hochladen – als Zeitraffer..