OSD mit Fatshark (Dominator) FPV an der Dji Phantom

OSD bedeutet On Screen Display und ist die Überlagerung des eigenetlichen Videobildes mit zusätzlichen InformOSD FPV Dji Phantomationen. Ihr kennt das wohl am häufigsten von eurem heimischen Fernseher. Wenn ihr die Programmübersicht aufruft oder das EPG, dann seht ihr die aufgerufe Information über das Fernsehbild geblendet – oder schon allein beim Wechseln der Programme seht ihr meist dann kurz ein paar Sekunden, auf welchen Kanal ihr gewechselt habt. Das ist keine Information, die vom Sendeprogramm / Film selbst kommt, sondern eine Einblendung eures Receivers über das bestehende Videobild.

Die gleiche Technik können wir beim FPV (First Person View)-Flug nutzen, um wichtige Fluginformationen im Bild zu haben.. das Angebot reicht von einfachen aber wichtigen Infos (Flugzeit und/oder Batteriestatus (Voltanzeige)) bis hin zur Darstellung aufwendiger Flugdaten (GPS Position, Flugdate / Neigungen des Quadrokopters, Geschwindigkeit, Entfernung, Höhe, Drehzahl der Rotoren,..)

Ich persönlich habe mich im ersten Schritt für eine der einfachsten und günstigsten Lösungen entschieden – die aber die wichtigsten Informationen abdeckt:

  • Flugzeit
  • Akkustatud (=Votanzeige / Batteriespannung)

Das Modul dazu nennt sich „E-OSD“ oder „Super Simple Mini OSD“ von HobbyKing.com

Eine gesonderte Anleitung für die Installation am Phantom zusammen mit den Dji Zenmuse Gimbal (H3 2D) findet ihr hier.

Eigentlich hat das Modul nur 2 Anschlüsse (mit jeweils 2 PINs): einmal der Batterieanschluss (Power / Ground) – dieser versorgt das Modul gleichzeitig mit Strom und wird auch verwendet, um die Batteriespannung zu messen. Und dann noch der Video-Anschluss (Video / Ground) – dieser wird nicht durchgeschleift, sondern NACH der Kamera (GoPro Hero 3 oder andere) und VOR dem Video Transmitter (hier Fatshark / Immersion RC) einfach parallel in die Videoleitung gelötet (quasi eine Y-Abzweigung). Darüber speist das Modul dann die Overlay-Anzeige der Infos ein. Ich habe das Modul aktuell noch direkt hinter dem Gimbal und vor meinem FPV Fatshark / Immersion RC Transmitter verbaut – einfach mit Klettband. Später nach dem Umbau auf den Dji Zenmuse 2D Gimbal werde ich das Modul noch in die Dji Phantom Innereien verlegen.

Genial: mit dem kleinen Taster auf dem Modul kann man noch Einstellungen vornehmen – zum einen die Voltanzeige genau auf den eigenen Akku kalibrieren (eigOSD DJI Phantom Fatshark Dominator FPVentlich nicht nötig) – zum anderen aber die Anzeigeposition der Infos ändern. Dazu stehen viele verschiedene vordefinierte Positionen zur Verfügung – Option 18 ist optimal für die GoPro 3 – da dort dann die eingeblendeten Informationen (Volt und Flugzeit) nicht die GoPro eigenen OSD Infos überdecken (GoPro Akku-Status – Aufnahmedauer, WiFi Status etc etc). Die neuen Infos werden links unten und unten mittig eingeblendet – es sieht fast aus, als käme das von der GoPro selbst.. optimal.

Nun muss man selbst nur herausfinden, bei welchem Zeitpunkt und welcher LiPo-Akku-Spannung man am besten umkehrt oder zur Landung ansetzt.
In der Voreinstellung der Phantom startet ab / unter 10,9V der Failover Status 1 (rote LED blinkt) und ab unter 10,8V der Failover Status 2 (die Dji Phantom fängt an zu sinken).

Nimmt man nun die volle Akkuspannung nach dem Start (oft ca. 12,5V) und zieht die Spannung ab, bei der man spätestens wieder gelandet sein will (10,9V):

12,5V – 10,8V = 1,7V

..so hat man die Spannungsdifferenz, die man quasi „verfliegen“ kann. Geht man nun nicht OSD FPV Dji Phantom von einem Rundflug sondern einem HIn- und Rückflug aus und davon, daß der Rückweg und Hinweg gleich sind, so hat man von den 1,7V dann 0,85V für Hinflug und 0,85V für Rückflug (1,7 : 2).
Von der vollen Akku ausgehend (12,5V) sollte man also spätestens dann umkehren, wenn die Anzeige auf unter 11,65V gesunken ist (12,5V – 0,85V). So kann man sich selbst seinen „Point of Return“ errechnen. Natürlich ist dabei etwaiger Gegenwind etc nicht mit eingerechnet und auch noch kein Puffer – das muss jeder für sich selbst austesten und Stück für Stück sich dem eigenen „point of no return“ nähern. Da man oft auf dem Hinflug auch steigen muss und auf dem Rückflug wieder sinken kann, habe ich für mich persönlich (ohne Gegenwind) einen „Point of no Return“ von 11,45 V gewählt, an dem ich mich orientiere..
Die Voltanzeige gibt definitiv ein viel besseres Indiz für den Status im Vergleich zur Flugzeit selbst – und man hat die Infos beim FPV-Flug immer direkt vor Auge.

Eine Übersicht meiner Reichweitentests findet ihr hier.

Fragen stellen zu dem Thema könnt ihr hier im Drohnen-Forum.

 

 

 

 

Optimierung der Reichweite FPV – optimale Befestigung der Antenne – Fatshark / Immersion RC Transmitter an DJI Phantom

Nach meiner Anleitung zum FPV Setup an der Dji Phantom mit der Fatshark Dominator hier noch ein Nachtrag zur Optimierung der Rechweite durch die Optimierung der Antennenposition.

Montage Fatshar / Immersion / SpiroNetZu empfehlen ist in jedem Falle eine SpiroNet Antenne anstatt der mitgelieferten Stabantenne – da diese ein viel homogeneres (gleichmäßigeres) Empfangs- und Sendefeld hat – es ist also nicht wie bei einer Stabantenne auf eine Keule reduziert – sondern ist vielmehr halbkugelförmig. Wichtig zu verstehen für das Anbringen der Antenne ist, wie die Halbkugel der SpiroNet ausgerichtet ist. Die Abdeckung der Spironet hat ja selbst quasi die Form einer Halbkugel (oben nicht ganz rund – aber fast). So ist auch der Wirkungsbereich ausgerichtet.. in die Richtung oder auf der Hälfte, aus der das Kabel aus der Halbkugel kommt (quasi Rückseite der kleinen Halbkugel), ist fast keine Wirkung mehr. Da wir mit der Phantom aber in der Regel über / vor uns fliegen macht es also Sinn, die Halbkugel der Transmitter (Tx) Spironet gerade nach unten zu richten. Dadurch decken wir alles um und unter der DJI Phantom ab! Die Receiver (Rx) SpiroNet (an der Brille) hingegen sollte mit der Halbkugel gerade nach oben zeigen.

Bleibt noch ein Problem bei der Montage an der Phantom: Das Kabel der Antenne (eher ein Draht) ist recht kurz (und sollte auch nicht verlängert werden – da man sonst den Widerstand der Antenne verfälscht und die Antenne schwächt). Den Receiver direkt am Unterboden montiert, würde die SpiroNet Antenne noch zwischen dem Landegestell hängen. Soweit, so gut.. allerdings hängt dort auch unsere GoPro. Beim „Wegflug“ würde das toll funktionieren – beim Rückflug würde die Kamera aber die Antenne genau verdecken – die Funkwellen also abschatten – bei größerer Entfernung wäre das Bild also sofort weg.
Hier ein Beispielbild der herkömmlichen „schlechten“ Montage:
FPV Setup Phantom - Fatshark Dominator + GoPro Hero3

Was also tun? Da wir die Antenne nicht verlängern können, müssen wir also den ganzen Receiver entsprechen weiter weg positioniert montieren..
Wir nehmen ein einfaches Blech- / Montageband oder ähnliches und schneiden uns ca. 8-10cm davon ab:

Montage Fatshar / Immersion / SpiroNet

Mittig machen wir einen leichten aber sauberen Knick:Montage Fatshar / Immersion / SpiroNet

Wir benötigen dann noch Klettband (einmal Klett und einmal das Gegenstück – also dieses weiche Filzband, auf dem der Klett dann hält – gibt es im Baumarkt zusammen in einer Packung von Tesa). Auf die eine Hälfte kleben wir das Filz / Flies (hier weiß). Um die Haltbarkeit zu erhöhen, kleben wir genau auf die Rückseite des Blechbandes nochmal ein gleiches Stück:

Montage Fatshar / Immersion / SpiroNet

Auf die andere Hälfte des Blechbandes kleben wir das Klett (hier schwarz) – ebenfalls auf der Rückseite verstärkt durch ein gleiches Stück.

Montage Fatshar / Immersion / SpiroNet

Die Dji Phantom und den Transmitter haben wir schon vorher wie hier beschrieben auf die herkömmliche Weise mit Klettband präpariert. Nun können wir diesen Winkel an die Unterseite der Phantom kletten:

Montage Fatshar / Immersion / SpiroNet

Und an den Winkel dann von unten des Transmitter ebenfalls an-kletten:

Montage Fatshar / Immersion / SpiroNet

Die SpiroNet Antenne biegen wir dann vorsichtig und leicht genau so, daß diese quasi bei einem auf dem Boden stehenden Phantom kurz über dem Boden schwebt und genau nach unten zeigt:

 

Montage Fatshar / Immersion / SpiroNet

Somit sollte die Antenne quasi nie großartig verdeckt werden und als Halbkugel nach unten und in alle Richtungen seitlich abstrahlen können.

Was ihr evtl bemekt: auf dem Rückflug (Phantom fliegt auf einen zu) und gleichzeitig schnellem Vorwärtsflug wird die Verbindung schlechter / bricht bei großer Entfernung ab. Dann keine Panik – einfach langsamer fliegen oder den Phantom etwas seidlich drehen. Die Ursache: der Quadrokopter neigt sich natürlich im Vorwärtsflug vorn runter (also hinten hoch) und kippt damit auch die Antenne (Halbkugel). Durch die Neigung ist man dann quasi „über dem Tellerrand“ / über dem Rand der Halbkugel (oberhalb) – dort wo die Antenne quasi nicht wirkt..

Diskussionen zu dem Thema und weitere Tipps zur Verbesserung der Reichweite der Phantom findet ihr hier.

Um Eure Restreichweite auch für den Rückflug optimal einschätzen zu können, empfehle ich die Installation eines OSD Moduls.

Meine eigenen Reichweitentests mit dem Dji Phantom findet ihr hier.

Wichtig für eine gute Reichweite vor allem bei all dem zusätzlichen Equipment ist natürlich auch die Wahl der Batterie / des LiPo Akkus. Der original DJI Akku reicht in der Regel nicht. Zwar ist durch den vorgegebenen Akku-Schacht kaum der Verbau eines Akkus mit höherer Kapazität möglich (beschränkt auf 2200 mAh – wie auch der original Akku), aber man sollte bei der Akku Auswahl unbedingt auf die Kapazität achten! Die Kapazität (angegeben in C) gibt die Menge an elektrischer Ladung an, die die Batterie liefern kann. Der orignal DJI LiPo Akku hat eine Kapazität von 20C – das genügt in der Regel für den Betrieb des Quadrokopters – wird aber sehr eng, wenn man noch zusätzliches Euipment mit Strom versorgen muss. Hier ist eine Kapazität von 35 C zu empfehlen! Das stellt sicher, daß alle Komponenten auch gleichzeitig mit genügend Strom versorgt werden können und die Spannung bis zum Schluss halbwegs stabil bleibt. Die folgenden Akkus von FeelTronic verwenden wir:

Dji Phantom Tuning Akku (LiPo) von FeelTronic

Im OSD (Spannungsanzeige) konnten wir feststellen, daß der original DJI Phantom Akku schon quasi ab dem Start Probleme hat und die Spannung stark anfängt zu schwanken, wenn an der Phantom zu viele zusätzliche elektronische Komponenten verbaut wurden. Mit derartigen Akkus besteht besagtes Problem nicht mehr.. der Akku ist lediglich etwas dicker und länger, passt aber noch knapp in den DJI Schacht. Sollte einem dies zu knapp sein, kann man alternativ auch auf eine größere Batteriefach-Klappe (Battery Door Upgrade) zurückgreifen, die es im Zubehörmarkt für die Phantom gibt.

Maximale Reichweite Dji Phantom – FPV Fatshark Dominator – 25mW / 100mW / 250mW / 600mW

Beim First-Person-View Flight (FPV) ist die Reichweite immer ein großes Thema. Dabei wird diese in der Regel zuerst von der Reichweite der Videoübertragung (beim Dji Phantom eine nachgerüstete 5,8 GHz Übertragung) limitiert. Die 2,4 GHz Fernsteuerung der Phantom reicht in der Regel weiter. Ich will hier nach und nach einmal verschiedene Erfahrungen notieren und zusammentragen. Auch in Abhängigkeit der Sendeleistungen der Video-Transmitter (Fatshark / Immerson RC). Erhältlich sind 25mW, 100mW, 250mW und 600mW – wobei in Deutschland ohne Funklizenz nur 25mW erlaubt sind (mein FPV Dji Phantom / Fatshar Setup). Aktueller Rekord: 2,5 km im Test 4 (siehe unten)!

Mein aktuelles Aufstiegsgewicht inkl. Akku, GoPro Hero3 (Black Edition), Arris Gimbal und Fatshark Transmitter (SpiroNet Antenne) sowie mini-OSD Modul: 1130 Gramm

Gestriger Test mit 100mW Transmitter (Fatshark) und SpiroNet Antennen am Transmitter und Receiver:

Test 1

einmal 1,53km und einmal 1.52km – jeweils zuerst 500 Meter über eine Wiese und danach die restliche Strecke über einen hohen Wald. Je weiter man kommt, desto höher muss man gehen, damit der Wald die Sichtverbindung nicht verdeckt. Das Siganal war jeweils bis zum Ziel sehr gut – wurde dann aber rapide schlechter / Riss instantan ab. Das Ergebnis scheint relativ konstant..

Die Akkuladung hätte auch keinen wesentlich weiteren Flug mehr zugelassen..

Test 2

Heute anstehende Tests: 600mW Transmitter von Immerson RC:

Erzielte Reichweite: 1,54km – dort war die Verbindung noch halbwegs gut – ich bin dann aus Akku-Gründen umgekehrt. Es ließ sich aber schon deutlich erkennen: trotz 6-facher Sendeleistung ist die hinzugewonnene Entfernung sicherlich nur minimal – schätzungsweise maximal 1,2 fach – keinesfalls aber 6-fach. Trotzdem hat man im nahen bis mittleren Umfeld eine etwas bessere Abdeckung auch hinter Gebäuden / Ecken – wenn mal keine 100%ige Sichtverbindung besteht.

Test 3

Heute (17. August 2013) konnte bei guter Windstille eine Reichweite von 1,94 km erzielt werden (einfache Strecke) – also Luftlinie Entfernung: 1,94 – Flugstrecke über 3,88km gesamt. Das ganze sogar im Sommer und über ein großes Waldstück hinweg – daher vermute ich, daß im Winter (kein Laub auf den Bäumen) sogar Reichweiten von über 2 km möglich sein werden. Die Reichweite wurde (wie jedes mal) über GoogleMaps bestätigt / nachträglich abgesteckt.

Test 4

Heute (18. August 2013) wurde eine unglaubliche Reichweite von 2,5 km erreicht. Die Bildübertragung war noch OK – der Empfang langsam schwach. Allerdings hat bei diesem Versuch der Akku nicht mehr für den vollen Heimflug gereicht. Etwa auf der Hälfte des Rückfluges musste ich eine kontrollierte Landung durchführen und die Dji Phantom dann mit dem Auto wieder abholen. Trotzdem war dieser Versuch ein Erfolg, der hauptsächlich die mögliche Reichweite meines FPV Setups demonstrieren sollte..

Tipps zur Optimierung der Rechweite

Evtl werde ich zu weiteren Testflügen auch die entsprechenden Videos hochladen – als Zeitraffer..

Dji Phantom – FPV Setup mit Fatshark Dominator und GoPro Hero3 Live-Out

FPV Dominator FatsharkHier mein persönliches Setup FPV (First Person View) für den Dji Phantom Quadrokopter.
FPV bedeutet, während des Fluges nicht nur mit einer Kamera den Flug aufzuzeichnen, sondern den Flug selbst durch die montierte Kamera zu erleben / zu kontrollieren – qausi, als säße man selbst im Fluggerät (First Person – die Person ganz vorn also).

Grundlegende Problematik: Es gibt zwar bereit eine Funkverbindung zwischen Fluggerät (Quadrokopter) und Erde – die Fernsteuerung – diese dient aber nur der Fernsteuerung und geht außerdem in die falsche Richtung (am Boden ist der Sender (Fernsteuerung) und in der Luft der Empfänger (Quadrokopter).

Zur Übermittlung der Kamerabilder zurück zur Erde, muss also eine weitere Funkverbindung installiert werden – dadurch ergibt sich ein weiteres Problem: die beiden Verbindungen dürfen sich nicht gegenseitig stören! Da die Dji Phantom aber bereits im ISM-Frequenzband auf 2,4 Ghz sendet, muss man für die Videoübertragung einen Sender und Empfänger auf einer anderen Frequenz wählen, die dafür auch gleichzeitig noch freigegeben ist. In Deutschland ist dies die 5,8 GHz Frequenz. Erlaubt sind hier in Deutschland dort allerdings nur 25mW Sendeleistung (in anderen europäischen Ländern sind 100mW erlaubt, in den USA sogar 600mW). Je mehr Sendeleistung, desto weiter die Reichweite.

Zum Equipment: Einer der Marktführer für FPV Equipment ist sicherlich der Hersteller FatShark. Flagschiff ist hier die FatShark Dominator FPV Brille. Der Vorteil: man muss nicht auf einen Monitor schauen, sondern sieht direkt durch eine Brille mit eingebauten Monitoren und sitzt quasi virtuell im Flugobjekt. Auch rechtlich nicht ganz einfach.. in Deutschland ist FPV mit einer Brille nicht ohne weiteres erlaubt. Man muss eine 2. Person bei sich haben, die den Flug überwacht und die auch mit einer 2. Fernbedienung mit Fluglehrerschaltung jederzeit eingreifen kann (diese Funktion bietet die Dji Phantom serienmäßig nicht an).
Der Vorteil der FatShark Dominator Brille: Als Option gibt es einen 5,8 GHz Empfänger (Receiver / Rx), den man direkt in die Brille einbauen kann – man benötigt also keinen zusätzlichen Empfänger / kein Bodenstation – ideal für unterwegs. Die Brille wird mit einem 2-Zellen LiPo Akku betrieben, den es ebenfalls als Option von Fatshark gibt. (Einen Bericht zu Problemen mit dem Akku / Reset Problem nach Tiefentladung findet ihr hier.)

FPV Dominator Fatshark

Dann benötigt man noch einen Sender (Transmitter / Tx), den es ebenfalls mit 5,8 GHz von FatShark (Immersion RC) gibt. Entweder einen in deutschland legalen 25mW sender – oder einen aus dem Ausland bestellten 100mw, 250mW oder gar 600mW Empfänger.

Für eine bessere / gleichmäßigere Reichweitenverteilung empfehle ich die Spironet Antennen (Circular / Cloverleaf) – diese gibt es ebenfalls optional und diese ersetzen die Original FatShark Stabantennen.
Letztendlich fehlen nur noch einige kleine Kabel – zum einen ein Live-Out Kabel für die GoPro Hero3 um diese mit der Sender zu verbinden (mini-USB Anschluss an der Gopro) und ein Stromkabeladapter für die Verbindung des Senders mit dem Balancer Anschlusses des Phantom Akkus.

Zur Installation:

Bei mir habe ich bereits als Gimbal den Arris CM2000 Gibmal von Hobby-Wing montiert.
Daher ist unter der Phantom etwas weniger Platz. Zur Montage des Transmitters (Senders) habe ich einen Streifen Klettband (Tesa) direkt hinter demn Gimbal (bzw. bei euch dann hinter die Kamerahalterung) geklebt:

FPV Setup Phantom - Fatshark Dominator + GoPro Hero3 FPV Setup Phantom - Fatshark Dominator + GoPro Hero3

Das gegenstück des Klettbandes dann einfach auf die Rückseite des Senders kleben: FPV Setup Phantom - Fatshark Dominator + GoPro Hero3 FPV Setup Phantom - Fatshark Dominator + GoPro Hero3

Anschließend den Sender mit den LiveOut Kabel mit der GoPro verbinden und das Stromkabel mit dem Adapterkabel verbinden. Den Sender kann man dann mittels beschriebenen Klettband direkt unter die Phantom heften.

WICHTIG: Sender und Empfänger NIE ohne Antenne anschalten / an einen Akku anschließen! Da ohne Antenne dann der Widerstand der Antenne fehlt, würden die Bauteile innerhalb weniger Sekunden überhitzen und durchbrennen! So sieht es dann aus, mit fertig angeschraubter SpiroNet Antenne:

FPV Setup Phantom - Fatshark Dominator + GoPro Hero3

Parallel den Akku der Brille laden – mittels mitgeliefertem FatShark Adapterkabel kann man den Akku direkt mit dem Phantom Balancer laden:

FPV Setup Phantom - Fatshark Dominator + GoPro Hero3 

Am Akku-Schacht der Phantom habe ich dann mittels Dremel eine kleine Kerbe an die Seite der Klappe gefräst – sodaß das Balanger Kabel des Original-Akkus dort hindurch geführt werden kann:

FPV Setup Phantom - Fatshark Dominator + GoPro Hero3 FPV Setup Phantom - Fatshark Dominator + GoPro Hero3

Und das war es schon. Zum Starten Akku in die Phantom legen – mit dem Phantom verbinden und Kalibrierung / Startsequenz abwarten. Danach den Balancer Anschluss mit dem Sender-Adapterkabel verbinden. Eine rote LED leuchtet am Sender, wenn dieser Strom hat. Den Akku der Brille im Brillenband (Schlaufe) befestigen und in die Brille einstecken (Achtung: zuerst Antenne anschrauben!).
Das LiveOut Kabel sollte an der GoPro Hero3 eingesteckt sein (Black Edition bei mir). Die Kamera muss an sein – die Kamera muss entweder im Aufnahmebetrieb sein (Filmaufnahme) und auch aufnehmen – oder man muss in den PLAY Modus gehen (dieser erscheint neu, wenn man das USB Kabel des Senders eingesteckt hat und kommt nach allen anderen Aufnahme-Modi als letztes. Im Play Modi sieht man in der Brille allerdings erst nur ein großes Play Zeichen – auf der GoPro dann bestätigen – dann sieht man eine Übersicht aller aktuellen Videos auf der GoPro. Mittels GoPro-Knopf dann zum großen X rechts oben in der Ecke navigieren und bestätigen – dann ist man in der Play Live-View Ansicht und kann dann dort auch ohne laufende Aufnahme mit FPV fliegen.

Wichtig ist natürlich, daß Brille und Sender die gleiche Frequenz / den gleichen Kanal haben – am Sender ist standardmäßig Kanal 1 eingestellt. An der Brille kann man die Kanäle (Ch) oben mit den Tasten durchschalten – bis man den richtigen Kanal hat und das Bild sieht. Sollte man Störungen auf einem Kanal haben (Interferenzen), dann den Kanal wechseln. Am Sender geht das nur mittels der kleinen Dip-Switches (mini-Schalter auf der Platine – siehe Handbuch). Und los gehts!

FPV Setup Phantom - Fatshark Dominator + GoPro Hero3

Als Erweiterung dieses FPV Setups kann man zusätzlich an die Fatshark Dominator auch noch einen Monitor / Bildschirm anschließen: Empfehlung für FPV Monitor

 

Akku / Batterie Problem bei Fatshark FPV Dominator Brille / Goggle -> Lösung/Reset

Fatshark Akku (Battery) Reset

Kaum hatte ich meine neue Fatshark Dominator FPV Brille in Betrieb, der erste Schock:

beim letzten Flug hatte ich vergessen, den Stecker vom Fatshark LiPo Akku (Battery) von der Dominator Brille zu trennen. Der Akku war leer. Soweit so gut. Aber beim Ladeversuch (mit dem Phantom Balancer über das von Fatshark mitgelieferte Kabel) wollte der Akku nicht mehr laden und schien kaputt / tiefentladen.

Beim Balancer blinkte die rote Haupt-LED und von den Balancer-LEDs nur die eine von Zelle 1 (obwohl der LiPo eigentlich 2 Zellen hat).

Ein Nachmessen der Zellen ergab: eine Zelle hatte 3,xx Volt (normal), die andere Zelle aber 0 (Null) Volt (also eigentlich kaputt).

Ich wollte den Akku schon reklamieren, als ich folgende Info bekam: Fatshark hat in den eigenen Akkus einen internen Sicherheits-Schaltkreis, der vor dem Tiefentladen schützen soll. Ist dieser ersteinmal auslelöst (bei mir, weil ich den Akku nicht komplett von der Brille getrennt hatte), muss dieser erst manuell zurückgesetzt werden.

Dies geschieht, indem man das Hauptkabel vom Akku (nicht das Balancer Kabel) kurz mit eine ca. 9 Volt Quelle verbindet. Der Reset wird sofort ausgelöst – wenige Sekunden genügen. Dazu eignet sich z.B. optimal der normale Phantom LiPo Akku:

Reset des Fatshark Dominator FPV Akkus

Reset des Fatshark Dominator FPV Akkus

Anschließend den Akku wieder an das LiPo Ladegerät anschließen (Balancer) – der Akku sollte nun wieder normal laden..

Weitere Infos und die Diskussion zu diesen Thema sowie Fragen: hier

 

 

 

Transportkoffer Dji Phantom Quadrocopter (Koffer / Case)

Unser Transportkoffer / Case für die Dji Phantom – inkl Platz für alles benötigte Zubehör wie LiPo Akkus, Balancer / Ladegeräte (2 Stück), Ersatzpropeller, Werkzeug und Fernsteuerung / Fernbedienung. Der Clou: die Phantom passt sogar inkl. montiertem Propellerschutz und Gimbal in den Koffer. Außerdem ist Platz für die GoPro Hero3 Black Edition.

Update: Mitlerweise haben wir die Ausschnitte im Schaumstoff nochmals angepasst – sodaß nun neben aller oben genannten Utensilien auch noch das komplette FPV Equipment mit in den Koffer passt (Fatshark Dominator Videobrille mit Empfänger – Transmitter mit Antenne,..)

Link zu unserem Phantom FPV Setup mit Fatshark

Die Bezugsquellen zum Koffer findet ihr unter dem folgenden Link – dort können auch Fragen gestellt werden:

https://www.drohnen-forum.de/index.php/Thread/2-Transportkoffer-Case-für-Dji-Phantom-und-Equipment/

 

Dji Phantom Gimbal mit Gopro Hero 3 – Arris CM2000 (Erfahrung / Review)

Ein Gimbal ist ersteinmal eine Konstruktion, die einem Objekt erlaubt, um eine Achse zu rotieren. Eine Kombination aus 2 Gimbals ermöglicht folglich die Rotation in 2 Dimensionen und 3 kombinierte Gimbals (Rotationsachsen jeweils orthogonal) eine dreidimensionale Rotation.

Beim Einsatz von Dronen oder Flugzeugen in Kombination mit Luftaufnahmen kommen in der Regel 2-Achsen Gimbals zum Zuge, die die Wank- und Neigbewegungen des Fluggerätes ausgleichen sollen. Damit dies funktioniert, ist an jeder Drehachse ein Motor befestigt, der dann die im Gimbal aufgehängte Kamera genau entgegengesetzt zur Neigung des Fluggerätes bewegt.

Um die Bewegungen exakt auszuführen, benötigen die Motoren natürlich die entsprechenden Steuerinformationen basierend auf der Neigung der Drone. Diese kommen entweder von einem zusätzlichen Sensor (z.B. beim Arris CM2000) oder direkt von Dronen-eigenen Steuergerät (Naza-M) wie beim Dji Zenmuse Gimbal H3 2D.

Wer übrigens Probleme beim Arris CM2000 hat in dem Sinne, daß sich der Gimbal / die Kamera ständig leicht in eine Richtung bewegt / neigt, der sollte die Anschlüsse am Naza-M prüfen – viele der Beschreibungen und Video-Tutorials sind da falsch.. beim Anschluss für den Pitch-Level am Naza-M muss gewährleistet sein, daß die Masse von der gleichen Anschlussleiste genommen wird wie der Pitch. Beim Anschluss des Pitch an F2 muss auch die Masse an F2 angeschlossen werden!

Um die Freigängigkeit des GDji Phantom Landegestell / Fahrwerkimbals mit der GoPro in Richtung Boden zu sichern ist es notwendig, die Dji Phantom etwas „höherzulegen“. Dies habe ich sehr einfach gemacht: von meinem vorher montierten Anti-Jello- Kit (Vibrationsdämper) hatte ich noch 4 Dämpfergummis übrig.. diese habe ich mittels Kabelbinder am Dji Landegestell befestigt:

 

Dji Phantom Landegestell / Fahrwerk

31.07.2013 Update:
Erfahrung / Meinung / Review zum Arris CM2000

Nach einiger Nutzungszeit kann ich nun relativ gut meinen Eindruck über dieses System mitteilen. Das System ist eine lustige Lösung und arbeitet in Ansätzen auch ähnlich wie ein gutes Gimbal. Allerdings hat das System zu viele Kinderkrankheiten, um damit wirklich brauchbare Videos (Footage) erstellen zu können. Ein allgemeines Problem (auch bei sehr vielen anderen Käufern weltweit) ist das wanken / wackeln des Gimbal. Die Ursache ist noch unklar – einige vermuten, daß der Abwind der Phantom Rotoren zu große Turbulenzen erzeugt, die der Arris Gimbal nicht verkraftet. Im Schwebeflug hat man oft ein horizontales (manchmal aber auch vertikales) Zucken. Neigt man den Kamerawinkel nach unten (Tilt – über den 7. versteckten Kanal des Phantom hinten an der Fernbedienung), so fängt die Kamera oft extrem an zu zittern.

Der Gimbal ist relativ nah dran – aber besonders bei einem Gimbal zählt die Aussage: ganz oder gar nicht. Für brauchbare Videos kann man nur ein komplett wackelfreies Bild gebrauchen. Wenig verwackelt ist immer noch verwackelt.

Besonders bei stärkerem Wind wird es schlimmer – aber auch abhängig von der Windrichtung – was wieder bedeutet, daß die Sensoren und Motoren es wohl nicht schaffen, dagegen anzukämpfen.. hier mal eines der schlechteren Beispiele/Videos mit dem Arris Cm2000 (Version 3.0):

Halbwegs brauchbare Ergebnisse sind nur nach EXTREMER nachbearbeitung möglich – aber das ist ja nicht der Sinn der Sache:

Ich warte schon sehnlichst auf den Dji Gimbal (Zenmuse H3 2D) und werden mir desen dann zulegen, sobald verfügbar. Zwar für den doppelten Preis – aber wenn er funktioniert, ist das die bessere Lösung.
Hinzu kommt: mit dem Arris Gimbal werden die Gimbal Eigenschaften im FPV Betrieb noch viel schlechter, da das Video-Live-Out Kabel der GoPro die Eigenschaften noch WESENTLICH verschlimmert. Der Dji Gimbal hat die Kabel hingegen intern im Gimbal..

Vergleich der AR.Drone von Parrot und dem Phantom von DJI

Der Vergleich der AR Drone zum aktuellen DJI Produkt ist nicht einfach – die Zielgruppe für beide Produkte ist engegen der Angaben der Hersteller trotzdem sehr unterschiedlich.

Die AR Drone von Parrot

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Die AR Drone scheint von der Firma Parrot wirklich als einfaches Spaß-Spielzeug entwickelt worden zu sein. Die Drone ist extrem leicht und auch relativ ungefährlich.
Die Steuerung ist auf extreme Sicherheit ausgelegt. Zu starkes Neigen der Drone schaltet diese (zumindest die Motoren) sofort aus. Die Motoren sind zudem extrem schwach und genügen gerade, die leichte Drone selbst zu bewegen.
Die Nutzung für weitere Lasten (wie eine leichte Kamera – z.B. eine goPro) kann man getrost vergessen.

Dafür ist die Handhabung aber extrem einfach und intuitiv für jeden, der mit RC Modellen (speziell Flugmodellen) noch nie etwas zu tun hatte. Als Fernsteerung dient ein iPhone oder iPad oder ein entsprechendes Android Smartphone / Tablet.

Probleme: die Drone ist extrem windanfällig und die Steuerung / Stabilisierung dementsprechend anfällig. Gepaart mit den schwachen Motoren ist ein Flug nur bei absoluter Windstille ratsam. Außerdem ist die Reichweite sehr gering – mit iPhone 5 sogar sehr gering!

Vorteil: es gibt viele lustige Apps, mit denen man fiktiv in der so genannten Augmented Reality (AR) Aliens abballern kann oder Parkoure durchfliegen kann. Selbst ein 2-Spieler Modus ist möglich im Kampf Drone gegen Drone.

Mittels iPhone etc hat man sogar die Möglichkeit, die Drone aus „Pilotensicht“ (FPV = First Person View) zu fliegen und mittels der integrierten Kamera Aufnahmen (Fotos und Videos) zu machen – jedoch lediglich in einfacher Hobby-Qualität.

Fazit: ein tolles Spielzeug für den einfachen Einstieg in die Flugwelt ohne Erwartungen an zu aufwändige Flugmanöver. Auch geeignet für Jugentliche.

Die Phantom von DJI

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Dieses Gerät möchte ich schon als Semiprofessionellen Quadrokopter bezeichnen mit professioneller Ausstattung. Die Elektronik, die hier verbaut wurde, kommt auch bei den ganz großen Bründern zum Einsatz – eine Naza-M Steuereinheit mit GPS Unterstützung sorgt für wirklich aufregendes Flugverhalten.

Das Gerät ist von Hause aus gleich für die Nutzung einer hochauflösenden Kamera konzipiert (optimal: goPro Hero3 Black Edition) und auch für entsprechende Aufnahmelasten ausgestattet.

Nachteil: die Phantom ermöglicht von Hause aus ersteinmal kein „FPV“ (First Person View) – man sieht also nicht, was die Drone / Kamera sieht (Pilotensicht). Es gibt zwar Zubehör von Drittanbietern – dies zieht aber aufwändiger Umbauten nach sich. Zwar soll in Kürze eine alternative Version der Phantom von Dji selbst auf den Markt kommen, die Phantom VISION. Diese hat dann eine integrierte Kamera und ermöglicht FPV Flüge, indem das Bild mittels App ebenfalls auf dem iPhone angezeigt wird. Jedoch ist dann das Anbringen einer weiteren Kamera nicht mehr möglich. Die integrierte Kamera leistet dann wohl zwar auch ordentliche Bilder und Videos (immer noch um einiges Besser wie die der AR Drone von Parrot), eine Bildstabilisierung mittels elektronischem Gimbal ist dann aber nicht mehr möglich.

Fazit: ein tolles Gerät für Erwachsene mit ordentlich Power und Reichweite sowie prefessionellem Zubehör.

Die Betriebsdauer je Akkulading ist bei beiden Modellen ähnlich und liegt bei ca. 10 Minuten.